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Die Taufe ist ein Sakrament und göttlich Wortzeichen, womit Gott, der Vater, durch Jesus Christus, seinen Sohn, samt dem Heiligen Geist bezeugt, dass er dem Getauften ein gnädiger Gott wolle sein und verzeihe ihm alle Sünden aus lauter Gnade um Jesu Christi willen und nehme ihn auf an Kindes Statt und zum Erben aller himmlischen Güter.

So haben es Generationen mit dem Katechismus nach Martin Luther und Johannes Brenz auswendig gelernt (vgl. Evang. Gesangbuch Nr 834).


Immer noch ist die Säuglings- oder Kleinkindtaufe bei uns die verbreitetste Form der Taufe. Daneben kann man seit einigen Jahren immer häufiger beobachten, dass es kaum noch einen Konfirmationsjahrgang gibt, in dem die Taufe erst im Zusammenhang mit der Konfirmation vollzogen wird. Die ursprüngliche Praxis der Taufe war in den ersten Jahrhunderten der Christenheit jedoch die Erwachsenentaufe, die bei uns heute eher selten ist, die aber nicht weniger gute biblische und evangelische Gründe auf ihrer Seite hat: Zur Taufe wird man nicht getragen, zur Taufe geht man… - so ein Bonmot des evangelisch-reformierten Theologen Karl Barth.

Egal ob Säuglinge, Konfirmandinnen und Konfirmanden oder Erwachsene getauft werden: die Taufe begründet die Zugehörigkeit zur christlichen Kirche. Sie ist ein einmaliges und unwiederholbares und nicht mehr zu löschendes Geschehen.
Konstitutiv für die christliche Taufe sind zwei Stücke:

    • sie geschieht auf den Namen des Dreieinigen Gottes: „Ich taufe dich auf den Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“.
    • sie geschieht mit Wasser; Wasser in seiner mehrfachen symbolischen Bedeutung als reinigendes, lebenspendendes Element.

Taufe

Taufe in der Altenrieter St.-Ulrich Kirche:
Da in unserer Kirchengemeinde die Anzahl der jährlichen Taufen recht überschaubar ist, gibt es zurzeit keinen festgelegten Taufsonntag. Der Tauftermin wird von Anfrage zu Anfrage im Pfarramt festgelegt.
Wichtig ist deshalb, dass Sie sich rechtzeitig vor der Taufe mit dem Pfarramt in Verbindung setzen. Der Pfarrer vereinbart mit Ihnen einen Termin für das Taufgespräch, bei dem gerne auch die von Ihnen bestimmten Patinnen und Paten dabei sein dürfen. Zu diesem Gespräch bringt der Pfarrer das Anmeldeformular mit sowie – das ist eine Altenrieter Spezialität – ein Blatt für den Taufbaum am Taufstein in der Kirche, das Sie persönlich gestalten dürfen.
Übrigens: Schönster, aber auch ungewöhnlichster Termin des Kirchenjahres für eine Taufe ist die Feier der Osternacht, in der die Tauferinnerung sowieso schon einen festen Bestandteil der Liturgie bildet.

Das Patenamt ist ein streng kirchliches Amt. Patin oder Pate kann deshalb nur sein, wer Mitglied einer christlichen Kirche ist. Es gilt die Basis der ACK (Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen). Wer aus der Kirche ausgetreten ist, kann also nicht Pate werden. Außerdem ist darauf zu achten, dass bei einer evangelischen Taufe zumindest ein Pate evangelisch sein muss. Nach alten biblischen Vorstellungen gilt das Wort zweier Zeugen; Sie dürfen aber gerne auch mehr Paten oder Patinnen bestimmen. Für die Paten benötigen Sie eine Patenbescheinigung. Diese erhalten die Paten bei ihrem zuständigen Pfarramt (Pfarramt des Hauptwohnsitzes). Darin werden die Kirchenmitgliedschaft und die Berechtigung zur Übernahme des Patenamtes bescheinigt.

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Den Taufspruch dürfen Sie gerne selber in Ihrer Bibel auswählen. Gerne können Sie Ihre Gedanken dazu in das Taufgespräch einbringen. Auch Ihre weiteren Wünsche für die Gestaltung des Taufgottesdienstes haben hier ihren Ort: Möchten Sie oder die Paten/Patinnen sich aktiv in die Gottesdienstgestaltung einbringen, vielleicht durch ein Taufgebet? Gibt es in Ihrem Umkreis musikalische Talente, die den Gottesdienst bereichern könnten? Welche passenden Lieder möchten Sie gerne zu diesem Anlass singen?

 

Eine Taufkerze ist eine schöne Symbolik („Christus, das Licht der Welt“) und deshalb auch in unserer Kirche in Gebrauch. Dafür können wir Ihnen eine Kerze mit dem Motiv der St-Ulrich-Kirche zur Verfügung stellen, die Sie auch noch persönlich weiter gestalten dürfen. Sie dürfen selbstverständlich auch Ihre eigene und vielleicht auch selbst gestaltete Taufkerze zum Gottesdienst mitbringen.

Wer nicht der Kirchengemeinde Altenriet angehört, benötigt für eine Taufe in unserer Kirche die Erlaubnis des jeweils zuständigen Pfarramts des Hauptwohnsitzes, das so genannte Dimissoriale. Dieses wird vorab beim zuständigen Pfarramt telefonisch erbeten und i. d. R. mündlich erteilt. Offiziell wird das Dimissoriale dann mit der Taufanmeldung vom taufenden Pfarrer angefordert und aktenkundig gemacht.

Wenn Sie allgemeine Fragen zur Taufe haben, finden Sie hier Antworten.